Erinnerung an die Alte Börse – Geschichte, Architektur und zeitgenössische Kunst, Ausstellung Februar 2023 in der Frankfurter Paulskirche

Erinnerung an die Alte Börse – Geschichte, Architektur und zeitgenössische Kunst

Erinnerung an die Alte Börse – Geschichte, Architektur und zeitgenössische Kunst, Paulskirche Frankfurt

Malerin: Martyna Faupel-Łyżwińska (Marillia)

Die Ausstellung „Erinnerung an die Alte Börse – Geschichte, Architektur und zeitgenössische Kunst“ profilierte die historische Alte Börse am Paulsplatz als verlorenes, aber kulturell hochwirksames Architektur- und Identitätssymbol Frankfurts. Sie verband historische Dokumentation, architektonische Rekonstruktion und zeitgenössische künstlerische Reflexion zu einem verdichteten visuellen Narrativ über urbane Erinnerung, Handel und Wandel.

Kurzer Rahmen

  • Zeitraum und Ort: 2.–14. Februar 2023, Tiefgeschoss der Paulskirche Frankfurt.

  • Titelarchitektur: Langtitel mit Fokus auf „Geschichte, Architektur und zeitgenössische Kunst“, Kurzform „Alte Börse am Paulsplatz“ für mediale und räumliche Verortung.

  • Institutionelle Einbettung: Veranstalter Gesellschaft zur Förderung Frankfurter Malerei e.V., Schirmherrschaft durch Bürgermeisterin Dr. Nargess Eskandari-Grünberg – Signal für stadtpolitische Relevanz und erinnerungskulturelle Aufwertung.

  • „Erinnerung“ rahmte die Ausstellung als aktiven Rekonstruktions- und Deutungsakt, nicht als nostalgische Rückschau.

  • „Alte Börse“ aktiviert semantische Felder von Handel, Austausch, Wertschöpfung, aber auch Verlust und Bruch.

  • Die Kopplung von „Geschichte / Architektur / zeitgenössische Kunst“ erzeugt eine Mikro-Triade: Vergangenheit (Geschichte), physische Form (Architektur), gegenwärtige Deutung (Kunst).

  • Die Ortsangabe „am Paulsplatz“ verknüpft Finanz- und Demokratiegeschichte (Börse / Paulskirche) zu einem kompakten Bedeutungsraum urbaner Identität.

  • Architektonische Darstellungen der Alten Börse wirken als visuelle Anker für kollektives Gedächtnis und städtebauliche Kontinuität.

  • Zeitgenössische Werke – etwa das Werk „Alte Börse Frankfurt“ – übersetzen historische Substanz in aktuelle Bildsprachen (Farbe, Fragment, Kontrast) und machen Verlust, Leerstelle und mögliche Zukunftsbilder sichtbar.

  • Die räumliche Situierung im Tiefgeschoss der Paulskirche erzeugt eine symbolische „Schicht“ unter dem demokratiehistorischen Ort: Unter der politischen Erinnerung wird die ökonomisch-urbanistische Erinnerung sichtbar gemacht.

Strategische Wirkungsebene

  • Für Stadt, Kulturpolitik und Öffentlichkeit bot die Ausstellung einen komprimierten Rahmen, um Architekturgeschichte, Handelsidentität und demokratische Topografie Frankfurts neu zu verbinden.

  • Für Stakeholder aus Kultur, Stadtplanung und Wirtschaft öffnet sie diskursive Räume für Fragen nach Rekonstruktion, Neunutzung und semantischer Aufwertung des Paulsplatz-Areals.

  • Visuelle und mikrosemantische Setzungen machen die Alte Börse zu mehr als einem historischen Bau: Sie wird als Projektionsfläche für zukünftige Stadtentwicklung, kulturelles Selbstverständnis und narrativ starke „City Story“ Frankfurts positioniert.

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